Döner Kebab, Fleisch vom Drehspieß

Bei dem Ausdruck „Döner“ handelt es sich um die Kurzform des Begriffes „Döner Kebab“ („Döner Kebap“), welcher sich aus dem Türkischen „dönmek“ („sich verwandeln“, „sich drehen“) und „kebap“ (gegrilltes Fleisch) entlehnt, was wiederum soviel bedeutet wie „sich drehendes Grillfleisch“ und „Fleisch vom Drehspieß“.

Döner Kebab sind also die Fleischstücke, die in einer Marinade gewürzt, in Schichtenform auf einem senkrechten Drehspieß gegrillt und von diesem mittels eines scharfen Messers abgeschnitten werden. Dabei werden die äußeren, gut gegrillten Schichten des Fleisches nach und nach abgeschnitten, der Drehspieß verliert folglich mit der Zeit an Volumen. Für den Drehspieß werden Lammfleisch, Schaf, Hammelfleisch, Rindfleisch, Kalb, Hähnchen und Pute verwendet.

Döner Kebab – also Grillfleisch auf sich drehenden Spießen – gab es bereits in früheren Jahrhunderten in Anatolien (Kleinasien), dem zu Vorderasien gehörenden Teil der Türkei. Allerdings ist Döner Kebab in der türkischen Küche weder Fast Food (gegrilltes Fleisch im Fladenbrot), sondern wird mit Beilagen (Reis, Salat usw.) und einer scharfen Soße serviert, noch das Nationalgericht.

Die innerhalb der Bundesrepublik und Europas häufig anzutreffende Variante – Döner in einer Fladenbrottasche mit grünem Salat, Tomaten, Zwiebeln und rohem, fein geschnittenem Rot- und Weißkohl sowie Soße – entstand 1971 in der deutschen Hauptstadt Berlin. Den Imbissklassiker, der heute selbst in China verkauft wird und dort als deutsche Spezialität gilt, verdanken wir Mehmet Aygün.

Die deutsche Variante des Döners hat sich auch in Teilen der Türkei durchgesetzt, allerdings vorrangig in den touristischen Regionen des Landes. In Berlin, der „Döner-Hauptstadt“, soll es im Übrigen weit mehr Döner-Läden geben, als in der türkischen Metropole Istanbul.

Hier suchen: